Oldenburger

Durch den Grafen Anton Günther von Oldenburg im 17.Jahrhundert "erfunden", sind die Oldenburger Pferde heute dank erfolgreicher Zucht eine wichtige Größe im Pferdesport. Seinerzeit züchtete der Graf in so großem Stil, dass er pro Jahr mehrere tausend Pferde verkaufen oder eintauschen konnte. Im 18. Jahrhundert waren die Oldenburger vom Aussterben bedroht, die Einführung eines Zuchtbuchs verhinderte ihr Verschwinden.


Nachdem man die Oldenburger früher hauptsächlich vor Kutschen sehen konnte, haben spätestens die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts die Wende zum modernen Sportpferd gebracht.
Die Veredlung der Oldenburger ( die zur Rasse des Deutschen Reitpferdes gehören ) mit Vollblütern brachte ein mittelgroßes bis großes ( Stockmaß 165 - 179 cm ), leichtfüßiges Pferd hervor, das in allen Disziplinen erfolgreich eingesetzt wird. Diese energiegeladenen deutschen Warmblüter haben ein gutmütiges, aufgeschlossenes Wesen und treten in allen Farben auf, verstärkt jedoch als Rappen. Typisch für Oldenburger ist der Ramskopf sowie eine gerade Kruppe.

Laut des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes e.V. mit Sitz in der niedersächsischen "Pferdestadt" Vechta gibt es zum heutigen Stand ( Stand 2008 ) 409 aktive Deckhengste und 7300 eingetragene Stuten.

Erfolgreiche Vertreter des Oldenburger Pferdes sind z.B. der Deckhengst Donnerhall, der mit Karin Rehbein 1994 Weltmeister und 1997 Europameister in der Manschafts-Dressur wurde, Couleur Rubin mit Ludger Beerbaum im Springen oder Bonfire, der mit Anky van Grunsven unter anderem Dressur-Gold bei der Olympiade 2000 in Sydney gewann.

Foto: Pressedienst der Stadt Oldenburg

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