| Der Sitz des Reiters |
Wie sitze ich richtig auf meinem Pferd? Diese Frage sollte man sich nicht nur als Anfänger stellen. Denn auch langjährige, erfahrene Reiter sagen, dass der Prozess des Lernen nie endet. Reitwartin und Reitlehrerin Mandy Valentin-Jäkel berichtet über den aufrechten Dressursitz und über den Entlastungssitz (für Springen, Gelände und evt. beim Einreiten von jungen Pferden).
Das Ziel meines Sitzes ist eine gute Kommunikation mit meinem Pferd. Der Dressursitz Der Daumen ist sehr wichtig beim Halten des Zügels, weil ich für das korrekte Zügelmaß dann nicht so sehr die Finger zudrücken muss - das wiederum würde das Handgelenk zu fest werden lassen. Das werden wir im weiteren Verlauf wiederholt lesen. Alle Gelenke im Körper müssen beweglich bleiben. Denn ich möchte, dass sich mein Pferd ausdrucksstark, das heißt locker mit Schwung und Elastizität unter mir bewegen kann. Was es nur kann, wen ich in der Bewegung mitgehe (lockere Gelenke) und mich ausbalancieren kann (stabile Elastizität, gute Muskulatur). Spätestens jetzt versteht man, warum noch kein Reiter vom Himmel gefallen ist, sondern man lange und intensiv dafür arbeiten muss. Der Sitz von der Seite gesehen Dann kommen wir zum Fesselgelenk, dieses ist beweglich, wenn die Ferse der tiefste Punkt des Reiters ist. So kann ich den Fuß gut im Bügel halten und habe mit der mitschwingenden Wade Kontakt zum Pferd. Das gleiche gilt für das Knie, auch das ist angewinkelt, damit es beweglich bleibt. Hier kommt hinzu, dass ich die Position des Beins verändern können muss -f ür den verwahrenden Schenkel nach hinten und für den mehr treibenden wieder nach vorn. Diese Bewegung mache ich aus dem Becken und dem Knie. Nun noch einmal genauer zu den Schultern: In der Biegung ist mein innerer Schenkel unter meiner Hüfte und das äußere Bein kann je nach Stärke der Biegung bis hinter das Gesäß zurückgeschoben werden.
Das gleiche gilt auch für den leichten oder Entlastungssitz. Beim Reiten im Gelände, im Parcours und bei jungen Pferden variiert der Schwerpunkt des Pferdes vor und zurück. Der Leichte Sitz ermöglicht mir als Reiter mit diesem Schwerpunkt mitzugehen. Das heißt, ein Pferd ist z. B. im gestreckten Galopp oder im Gelände länger (Schwerpunkt weiter vorn) als ein gesetzt galoppierendes Pferd in der Bahn (Schwerpunkt weiter hinten). Der Schwerpunkt (die Mitte) des Pferdes ist weiter vorn, der Reiter entlastet mehr und geht mit nach vorn. Im Parcours kann der Reiter vom Aufrichten und Einsitzen bis zur Entlastung (Oberkörper vor) variieren. In den Ecken und Wendungen richte ich mich auf, das Pferd wird kürzer und kommt besser und sicher durch die Wendungen. Auf einer Geraden kann es sein, dass ich mein Pferd mehr gehen lassen kann, es wird länger und der Schwerpunkt schiebt sich wieder mehr nach vorn, ich entlaste wieder mehr. Im leichten Sitz habe ich dementsprechend wesentlich mehr Gewicht im Bügel, dadurch federe ich auch mehr im Fesselgelenk. Auch der Knieschluss verstärkt sich mehr (sicherer Halt), ansonsten gibt es viele Parallelen zum Dressursitz: - durch den vorgebeugten Oberkörper und dem trotzdem aufgerichteten Kopf entsteht ein Winkel nach hinten Foto1 Templermeister, Pixelio, Foto 2:: Pferde-Welt |

Wie sitze ich richtig auf meinem Pferd? Diese Frage sollte man sich nicht nur als Anfänger stellen. Denn auch langjährige, erfahrene Reiter sagen, dass der Prozess des Lernen nie endet. Reitwartin und Reitlehrerin Mandy Valentin-Jäkel berichtet über den aufrechten Dressursitz und über den Entlastungssitz (für Springen, Gelände und evt. beim Einreiten von jungen Pferden).