Populäre Springpferde

Die Geschichte erfolgreicher Springferde in der Bundesrepublik Deutschland beginnt mit der sogenannten Wunderstute Halla. Am 16.Mai 1945 geboren sollte Halla zunächst Rennen laufen, später wurde sie Hindernis- und Military-Pferd.

Sie galt als schwierig, fraß schlecht und erlitt schwere Verletzungen, als ein Hengst aus ihrem Stall sich nachts losmachen konnte und ihr den Hals zerbiß. Erst als Hans Günther Winkler und Halla ein Team wurden, begann die Erfolgsgeschichte Hallas. Sie gewann drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen von Stockholm und Rom, wurde mehrfach Weltmeister und holte insgesamt 125 Springsiege.
Halla starb hochbetagt 1979 in der Pferdebox, in der sie auch geboren wurde. Noch zu Lebzeiten wurde ihr ein Denkmal in Warendorf gestiftet.

Obwohl ähnlich erfolgreich, blieb Meteor in derselben Zeit hinter der Popularität von Halla zurück. Er erlangte mit Fritz Thiedemann auch zwei olympische Goldmedaillen, dazu eine Bronzemedaille. Der als Moritz 1943 geborene Wallach wurde erst 1950 zu Meteor. Ausgestattet mit einem Hang zu Körperfülle und sehr eigensinnig bereitete er seinem Reiter Fritz Thiedemann immer wieder Scherereien und wurde harten Trainingseinheiten unterzogen, bevor er erste Erfolge feiern konnte. Thiedemann liebte Meteor nicht, respektierte aber wohl dessen Leistung. Meteor starb 1966, ein Gedenkstein in Elmshorn sowie eine Statue in Kiel erinnern an den "dicken" Springer.

Vielleicht gehört eine gewisse Dickköpfigkeit zum Erfolg. Auch dem Pferd Deister, mit dem Paul Schockemöhle viele Meisterschaften errang, sagte man einen schwierigen Charakter nach.

Ob es auch eine Frage des Charakters war, dass Silbersee gerne während des Wettkampfes auskeilte, sei dahingestellt, auf jeden Fall gewann Silbersee in den 80er Jahren den Großen Preis von Aachen, eine Deutsche Meisterschaft sowie 1987 das Springderby in Klein-Flottbek, Hamburg.

Der Fuchshengst Goldfever, geboren 1991, hat in seiner Karriere bereits mehr als 2 Millionen Euro gewonnen. In negative Schlagzeilen kam er mit seinem Reiter Ludger Beerbaum bei den Olympischen Spielen 2004, als Dopingfahnder ihn positiv auf Betamethason testeten. Der deutschen Mannschaft wurde daraufhin die Goldmedaille aberkannt und sie musste sich mit Bronze zufrieden geben. Lutger Beerbaum erklärte die positive Probe mit einer Salbe, die er Goldfever wegen einer Verletzung aufgetragen habe. Beerbaum errang mit Goldfever trotzdem weitere Erfolge, wie etwa den dritten Platz bei der EM 2007 in Mannheim.

Bild: Templermeister, Pixelio

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