Pferde füttern mit Mash, Müsli. Pellets & Co

Selbst ein Pferd, das den ganzen Tag auf der Weide steht und genügend Heu bekommt, kann Mangel an Mineralien, Probleme mit dem Fellwechsel oder andere Probleme haben. Hier hilft das richtige Zusatzfutter, für Ausgleich zu sorgen. Im Folgenden listen wir einige Möglichkeiten auf.

Pellets
Die kleinen, braungrauen, gepressten Würstchen ersetzen oft Hafer, Mais und Gerste als Vollwertkost. Sie sind eine gut ausgewogene Mischung aus Hafer, Gerste, Heu, Kleie, Leinsamen, Pflanzenöl, Melasse, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Gute Pellets sollten absolut trocken, nicht hart, aber fest sein, sie zerbröseln bei der Lagerung nicht und haben keine braunen Ränder.

Müsli-Mix
Eine Pferde-Müsli hat ungefähr die gleichen Bestandteile wie Pellets, aber es hat einen großen Vorteil gegenüber den harten Würstchen: Pferde kauen ungefähr doppelt so lange daran. Müsli-Mix ist nicht billig, versorgt ein Pferd aber mit allem, was es braucht. Besonders gute Mischungen enthalten hochaufgeschlossene Gerste und Maisflocken.
Müsli-Mix ist ein Kraftfutter und muss deshalb unbedingt mit Raufutter ergänzt werden.


Mash
Mash ist eine Mischung aus verschiedensten Zutaten, Bestandteile können sein:
Weizenkleie, Quetschhafer, Mais- und/oder Gerstenflocken, Leinsamen, Rübenmelasse, Karottenraspel, Sonnenblumenkerne, Bierhefe, Pflanzenöl...
Die Futtermittelhersteller haben fast alle eine Fertigmischung im Angebot. Hat das Pferd mattes Fell, ist zum Beispiel eine Mischung mit Maisflocken, Sonnenblumenkernen und Leinsamen besonders zu empfehlen.

Mash ist leicht verdaulich, regt die Verdauung an und hilft so, Koliken zu vermeiden.
Mash rührt man mit warmem Wasser an (1,5 Liter Wasser für 1 kg Mash) und lässt es dann etwa 30 Minuten quellen. Ist es nur noch leicht lauwarm, kann es verfüttert werden - meistens ein Hochgenuss für das Pferd!
Mash ist nicht für jeden Tag gedacht - zwei- bis dreimal pro Woche sind genug, da sonst ein Schleimfilm im Darm die Aufnahme von Mineralien verhindert. Auch sollte man die entsprechende Kraftfuttermenge weniger geben.

Gemüse und Obst
Besonders Mohrrüben werden von den meisten Pferden geliebt und begeistert zerkaut. Doch sie sind auch gesund: Sie versorgen das Pferd mit Vitamin A. Das ist gerade im Winter wichtig, wenn die Vitamin A-Lieferungen durch grünes Gras wegfallen.
Die Möhren sollten sauber, ohne angefaulte Stellen oder Schimmel sein. Gefrorene Möhren dürfen gar nicht verfüttert werden. Schneiden Sie die Mohrrüben nicht klein, da gerade das Zerkauen ein großer Spaß für die Tiere ist.

Zuckerrüben geben jede Menge Energie. Auch sie sollten dem Pferd nur gründlich gereinigt gegeben werden.

Bananen sind auch ein echtes Leckerli - ohne Schale und am besten vollreif. Sie enthalten viel Magnesium, was Weidepferden oft fehlt.

Äpfel sind echte Leckerbissen, der aber nicht zu oft gegeben werden sollten. Äpfel enthalten viel Fruchtsäure, die die Pferde schlecht vertragen. Das kann Durchfall und im schlimmsten Fall eine Kolik auslösen.

Mehr Infos zum Thema finden Sie in dem Ratgeber "Pferde füttern - Gesund und fit - optimal versorgt" von Margot Werner in Zusammenarbeit mit Dr. med. vet. Jürgen Bartz. Das Buch ist bei Kosmos erschienen und kostet 12,90 Euro. Es enthält einfache, praxisnahe Vorschläge für Pferde- Mahlzeiten, für die richtige Futterlagerung sowie Ratschläge für die Weidesaison und die Fütterung unterwegs. Außerdem gibt es jede Menge Tipps, wie man mit Hilfe des Futters immer mal wieder auftretende Probleme wie mattes Fell, Durchfall oder Hufrehe in den Griff bekommt.

Foto: Pferde-Welt

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